Uwe Timm: Von Anfang und Ende. Über die Lesbarkeit der Welt. Frankfurter Poetikvorlesung

Rezension von Andreas Martin Widmann (2010)

Im Sommer 2009, als Uwe Timm die Frankfurter Poetikdozentur innehatte, fiel das fünfzigste Jahr ihres Bestehens zusammen mit den gerade erst verebbenden Wellen der Bestürzung über den Umzug des Suhrkamp Verlags nach Berlin und also mit dem Abschied von einer kulturellen Institution, die diese jährlichen Auftritte namhafter deutschsprachiger Autorinnen und Autoren von Beginn an mitgefördert und gestaltet hat. Auch der Adorno-Hörsaal, in dem die Vorlesungen stattfanden, wird bald nicht mehr existieren, und so stand Timms Dozentur rein äußerlich unter dem Zeichen einer Auseinandersetzung mit der Tradition, sowohl im Hinblick auf das Jubiläum als auch auf die bevorstehenden Brüche mit dem Hergebrachten. Timms Einblicken in den eigenen Schreibprozess ist dieser Rahmen insofern analog, als er dabei tatsächlich seine Überlegungen an eigenen Werken ebenso festmacht wie an solchen der Weltliteratur. Weiterlesen (Gesamte Rezension als PDF-Dokument)

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