Georg Klein: Roman unserer Kindheit

Rezension von Markus Symmank

Georg Klein, Jahrgang 1953, lebt in Ostfriedland; er hat eine Reihe beachteter Romane und Erzählungen vorgelegt. Für seine Lesung aus Libidissi (1998) erhielt er im Jahr nach dessen Erscheinen den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2010 dann folgte der Preis der Leipziger Buchmesse für den hier besprochenen Roman unserer Kindheit. Es sind die Fülle der Stilmittel und das Interesse für Genres sowie ein eigener Zugang zum jeweils gewählten Stoff, die auch die Erzählungen (Von den Deutschen 2002; Sünde, Güte, Blitz 2008) Georg Kleins auszeichnen.

Vor allem die Romane müssen genannt werden, neben dem erwähnten preisgekrönten Libidissi (1998) namentlich Die Sonne scheint uns (2004) sowie Barbar Rosa. Eine Detektivgeschichte (2001). Die Sonne scheint uns, ebenfalls preiswürdig, entwickelt in außergewöhnlich präzise durchformten Perioden atmosphärisch dichte Bilder, die, den Welten in Alfred Kubins Die andere Seite ähnlich, mit zunehmendem Verlauf ein schwer bestimmbares und in der deutschen Literatur seltenes Unheimliches heraufbeschwören: eine Spannweite zwischen sprachlicher Präzision, atmosphärischer Dichte und sachlicher Unbestimmtheit. Weiterlesen (gesamte Rezension als PDF-Dokument)

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