Begreifen erleben. Barbara Aschenwalds Erzählungsband „Leichten Herzens“

Rezension von Grazia Lindt

Bereits der Titel spricht an, erst recht aber, wofür er steht. Leichten Herzens entpuppt sich als bestens auf den Punkt gebrachte Quintes­senz von dreizehn kurzen Erzählungen, mit denen die Österreicherin Barbara Aschen­wald, Jahrgang 1982, sich nun als Prosaauto­rin auf Anhieb einen Namen gemacht hat. Die Anerkennung ihres unter den jungen Er­zählern so ungewöhnlichen Debuts erfolgte prompt: Am 17. November erhielt sie in Frankfurt am Main den mit 15.000 Euro do­tierten Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stif­tung, wozu auch an dieser Stelle herzlich gra­tuliert sei.
Was diese Erzählungen, entlang der Leitfra­ge, was man wirklich zum Leben braucht, er­fahren lassen und wie sie es tun, könnte ge­fragter kaum sein, bevorzugt – jedoch keines­wegs allein – unter Jüngeren in ihrem noch größeren Orientierungsbedarf. Die Texte bestechen sowohl in ihrem wachen Beobachten unserer Lebenswelt als auch im feinsinnigem In-Gang-Setzen vielfältiger Reflexion. Weiterlesen (gesamte Rezension als PDF-Dokument)

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