Von Genen, Träumen und einer kleinen weißen Kugel. Benedict Wells‘ Roman „Fast genial“

Rezension von Christian Baier

Trotz seiner erst 27 Jahre ist Benedict Wells kein Unbekannter in der deutschen Literaturszene: Seine Werke Becks letzter Sommer (2008) und Spinner (2009) haben ihm nicht nur den Bayrischen Kunstförderpreis 2009, sondern auch eine stetig wachsende Leserschaft eingetragen, und seit das heute journal ihn und seinen neuen Roman Fast genial (2011) am 22. August 2011 mit einem eigenen Beitrag gewürdigt hat, dürfte sein Name auch vielen Nicht-Lesern ein Begriff sein.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an ein Werk, das den Inbegriff künstlerischer Kreativität und Originalität, das Genie, bereits im Titel trägt. Bei der Lektüre zeigt sich jedoch rasch, dass Genialität und Genie unter den Themen und Motiven des Romans nur eine untergeordnete Rolle spielen. Fast genial ist ein literarisches road movie, eine klassische coming of age story, in der die Suche des Protagonisten nach seinem Vater in Wahrheit die Suche nach der eigenen Identität und einem Platz in Welt und Leben repräsentiert. Weiterlesen (gesamte Rezension als PDF-Dokument)

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